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Naturpark Weissensee - Spielplatz der Natur

Herbststimmung am Weissensee
Herbststimmung am Weissensee


Der Weissensee und seine Umgebung bietet mit seinem Naturraum, den vorliegenden wirtschaftlichen Schwerpunkten und der hohen Identifikation der Bevölkerung mit ihrem Lebensraum hervorragende Grundlagen für eine Ausweisung als Naturpark. Rechtliche Basis für die Naturparkverordnung bildet das Landschaftsschutzgebiet Weissensee, das sich über den Großteil der Gemeinde Weissensee und über den westlichsten Teil der Gemeinde Stockenboi erstreckt. Der künftige Naturpark geht demnach zu Gänze aus dem Landschaftsschutzgebiet Weissensee hervor.

Handlungen im Einklang mit der Natur

Ziel der Installation des Naturparks ist es, eine Fortführung der nachhaltigen Wirtschaftsweise in diesem Landschaftsraum zu gewährleisten und zu unterstützen, naturnahe und ressourcenschonende Erholungsmöglichkeiten zu fördern sowie Besucher durch Informations- und Bildungsangebote im Umgang mit der Lebensgrundlage „Natur“ zu sensibilisieren.
Der Weissensee und seine Umgebung ist ein überaus naturbelassenes Gebiet, das einerseits als Erholungsraum für die Bevölkerung, andererseits als Ausflugsziel, Urlaubs- und Veranstaltungsort für den Tourismus eine besondere Stellung einnimmt. Der Naturpark bietet sich für den Weissensee und seine umliegende Region als geeignetes Instrument an, um dem steigenden Nutzungsdruck und dem damit einhergehenden weiteren Landschaftsverbrauch standzuhalten, Impulse für eine regionale Wertschöpfung zu liefern und die Landschaft in ihrer Schönheit zu bewahren. Maßnahmen zur Besucherlenkung sind wichtiger Bestandteil eines Naturparks und sollen Nutzungskonflikten vorbeugen.

Konzept der 4 Säulen
Die Grundsätze eines Naturparks beruhen auf den maßgeblichen vier Säulen „Natur und Umweltschutz, Erholung, Bildung und Regionalentwicklung“, die bei der Entwicklung eines Naturparks grundsätzlich gleichwertig zu behandeln sind. Ziel der Installation von Naturparken ist es, Modellregionen für eine nachhaltige Entwicklung entstehen zu lassen, deren Einflussbereich über dessen Grenzen hinausgehen soll. Der Naturpark Weissensee soll demzufolge wertvolle Impulse für die Nachbarregionen liefern und als Beispiel für Regionalentwicklung mit integrativem Naturschutz dienen.

Lage und Größe
Das für den Naturpark Weissensee relevante Gebiet umfasst den Weissensee mit seiner Umgebung. Der Weissensee liegt in den östlichen Gailtaler Alpen, eingebettet in einem Hochtal zwischen der Kette des Spitzegels und der Latschurgruppe in einer Seehöhe von 929 m. Steil abfallende Hänge im Norden und Süden verleihen dem Hochtal den Charakter einer engen Talfurche, die sich nur im westlichen Teil zu einem Becken öffnet. Mit einer Fläche von 653,1 ha ist der Weissensee der viertgrößte der Kärntner Seen und wird mit der maximalen Tiefe von 99 m nur vom Millstätter See übertroffen. Im Jahr 1970 wurde der Weissensee mit seinem gesamten Umland – die Siedlungsgebiete ausgenommen – zum Landschaftsschutzgebiet (LGBl. Nr. 48/1970) erklärt. Dies umfasst eine Fläche von 7.640 ha und ist damit das größte in Kärnten. Das Gebiet hat Anteil an den politischen Bezirken Villach-Land und Spittal und an den Gemeinden Weissensee (gesamtes Gemeindegebiet) und Stockenboi. Entsprechend der neuen Abmessungen besitzt das Naturparkgebiet eine Fläche von 7.640,45 ha.

Erfahren Sie mehr über den Naturpark Weissensee auf www.weissensee-naturpark.at

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