100 Jahre Elektroschifffahrt auf dem Königsee

Seit gut 100 Jahren ist die Flotte der Königseeschifffahrt unserer Perle Berchtesgaden nun schon mit Elektromotoren ausgestattet. Hier wird Sanfte Mobilität Tag für Tag gelebt. Übrigens die Verwendung von Elektromotoren ist dem Prinzregenten Luitpold zu verdanken: Aus Angst, das Rotwild in seinem Lieblings-Jagdrevier zu verscheuchen, verzichtete er auf laute Motorengeräusche bei den Schiffen.

Heute befördern die 19 Boote der Schifffahrtsflotte täglich bis zu 5000 Gäste sanft-mobil über den malerisch gelegenen Königsee. Fast geräuschlos gleiten die Schiffe vorbei an den mächtigen Felsen der Berchtesgadener Alpen, welche fast senkrecht zum Ufer des Königsees hinabfallen. Der See wird deshalb auch oftmals „Bayerischer Fjord“ genannt. Die Elektroschiffe machen Halt an verschiedenen Punkten des Sees. Der wohl bekannteste Stopp, den man nach ca. 10-minütiger Fahrt erreicht, ist die berühmte Echowand – immer wieder ein wahrlich einzigartiges Erlebnis, wenn das Echo ertönt. Vor der eindrucksvollen Watzmann-Ostwand liegt die Halbinsel St. Bartholomä, welche nach gut 30 Minuten Fahrt erreicht wird. Dort können Besucher eine barocke Wallfahrtskirche besichtigen – ein beliebtes Fotomotiv bei allen Gästen. Nach weiteren 20 Minuten Fahrt wird dann die Haltestelle Salet erreicht - das hintere Ende des Königsees und der Eingang zum Nationalpark Berchtesgaden. Es warten der imposante Obersee und reißende Wasserfälle, die sich die Felsen hinunterstürzen.

Im Übrigen kommen nicht nur die Menschen in den Genuss der leisen Elektroschiffe und der imposanten Ausblicke über den Königsee: Im Frühsommer treten auch die einheimischen Kühe die sanft-mobile Bootsreise über den See an, wenn sie auf dem Weg zu den Almen des Nationalparks Berchtesgaden sind.

Die Fahrpläne der Elektroschiffe und weitere Informationen zum Elektroschifffahrts-Erlebnis auf dem Königsee sind hier zu finden.