Bled: ein Juwel des nachhaltigen Tourismus

In unseren Alltag können wir einen nachhaltigen, umweltbewussten Lebensstil integrieren - das Licht beim Verlassen eines Raumes löschen, mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, anstatt mit dem Auto und unseren Müll sortieren und sogar minimieren. Doch geht es ans Reisen spielt bei vielen Menschen die Umwelt plötzlich nur noch eine nebensächliche Rolle - man fliegt im Winter ans warme Meer, wollte unbedingt noch das Great Barrier Reef in Australien sehen und den Mount Everest besteigen. All das zum Nachteil unseres CO2-Fußabdruckes.

Dabei liegt das Schöne oftmals so nah, zum Beispiel in Europa: In unsere Perle Bled in Slowenien kann man guten Gewissens reisen, denn sie ist eine der grünsten Tourismusdestinationen in Europa. Hier gibt es, wenn auch kein Meer, den wunderschönen Bleder See zu bestaunen und die hohen Berge des Triglav Gebirges zu besteigen - immerhin muss man hier noch nicht Schlange stehen um auf den Gipfel zu gelangen.

Als gewissenhaft Reisender sollte man im Hinterkopf behalten warum man an einen Ort reist: Ist das Reiseziel besonders nachhaltig oder versucht er sein Möglichstes, um umweltbewusst zu sein und nachhaltige Projekte zu unterstützen? Was kann man selbst während seiner Reise tun, um den eigenen CO2-Fußabdruck so gering wie möglich zu halten? In unserer Perle Bled ist definitiv der erste Punkt erfüllt. Als zweitplatzierter Ort beim Green Destinations Projekt in der Kategorie "Best in Europe 2019", wurde Bled für die langfristige umweltfreundliche Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Für Bled bedeutet nachhaltiger Tourismus nicht nur ein Modetrend, denn der Ort, der schon seit 2011 Mitglied von Alpine Pearls ist, setzt nachhaltige Strategien um, die langfristig für die lokale Bevölkerung und Wirtschaft, sowie für die Umwelt funktionieren können. Begonnen wird die "grüne" Umsetzung mit der Implementierung einer neuen Berufsbezeichnung im Tourismus Büro, dem 'Green Coordinator', der dafür sorgt, dass der nachhaltige Tourismus nicht auf die Kosten der einheimischen Bevölkerung vorangetrieben wird. Auch in anderen Themen im Sinne des sanften Tourismus kann unsere Perle Bled punkten: Im Ort gibt es ganze 38 E-Auto Ladestationen, bei 268 Einwohnern sind das mit die meisten Ladestationen pro Kopf auf der ganzen Welt. Auch ein Bike- Sharing System wurde in Bled schon vor einer ganzen Weile eingeführt und das Gute an Bled ist, dass man auch ganz einfach überall hinlaufen kann. Als Gast in einem Partnerbetrieb des Tourismusbüros bekommt man aber auch automatisch die Julian Alps- Gästekarte für Bled, mit der man kostenlos Bus fahren und viele weitere Vorteile während des Urlaubs genießen kann. Wer noch nie in der slowenischen Perle Bled zu Gast war, ist herzlich eingeladen, sich selbst vom Juwel des nachhaltigen Tourismus zu überzeugen.

Neue Website für nachhaltige Mobilität  

In den letzten Jahren widmet die Gemeinde Bled der Regulierung des Verkehrs und der Veränderung der Mobilitätsgewohnheiten von Bewohnern und Besuchern große Aufmerksamkeit. Bei der Erarbeitung eines Plans für nachhaltige urbane Mobilität und internationaler Projekte, wie beispielsweise S.T.R.E.E.T., die auf der Änderung bewährter Praktiken basierten, wurde festgestellt, dass das Auto bei weitem immer noch das am häufigsten gewählte Fortbewegungsmittel darstellt.

Während der Europäischen Mobilitätswoche hat die Gemeinde Bled eine neue Website mit dem Namen "Bled. Green Ways" gelauncht. Die Website ist in slowenischer und englischer Sprache verfasst und stellt Informationen über die zahlreichen Möglichkeiten Bled zu erreichen, bereit. Des Weiteren appelliert sie an Besucher, ihr Auto auf Parkplätzen entlang des nördlichen Umgehungsrings zu parken und anschließend zu Fuß, mit Bussen, mit dem Touristenzug oder mit dem traditionellen Kutscher "Fijaker" weiter zu fahren. Ebenso können Fahrräder, Boote, E-Autos usw. gemietet werden. Auch kann die Insel von Bled sanft mobil mit einem traditionellen Pletnaboot oder einem Touristenboot erreicht werden. Auf der Website werden Sie über Fahrpläne, Preise und vieles mehr informiert. Dort finden Sie auch eine interaktive Karte, die Bushaltestellen, Stationen für Pletnaboote, Kutscher, Touristenzüge, Orte, an denen das Laden von Elektrofahrzeugen möglich ist, Parkplätze für Busse und Wohnmobile anzeigt. Das Beispiel von Bled zeigt, dass eine nachhaltige Form des Tourismus möglich ist und eine Gemeinde in Zusammenarbeit viel erreichen kann.