Langlauf Weltcup in Cogne als nachhaltiges Event

Regelmäßig finden große Sportevents in den Alpen statt, welche unter anderem enorme Treibhausgasemissionen und Müll produzieren. Um die Schönheit und das Wohlbehalten der Natur nicht zu gefährden muss es einen Kurswechsel geben. Als ein Vorreiter hierfür gilt die alpine Perle Cogne im Aostatal, welche am 16. und 17. Februar 2019 die Langlauf Weltmeisterschaft ausrichtet. Am Fuße des Gran Paradiso werden Mitte Februar 21 Nationen vor Ort sein und Millionen von internationalen Zuschauern und TV-Übertragungen des Wettkampfes in die ganze Welt erwartet. 

Der Langlauf Weltcup ist aber nicht nur ein großes Spektakel, sondern auch eine Möglichkeit für den Tourismusort Cogne, ein weiteres Mal das Thema der Nachhaltigkeit zu fördern. Als Mitglied von Alpine Pearls und als ‚Green Destination‘ promoviert Cogne bereits umweltbewussten Tourismus und Nachhaltigkeit in den Alpen, doch durch die Austragung eines nachhaltigen Events in Form des Langlauf Weltcups wird Verantwortung übernommen und ein Bewusstsein für das schöne und dennoch zerbrechliche Gebiet im Naturpark Gran Paradiso geschaffen.

Road Map für ein nachhaltiges Event

Um die ökologischen und sozialen Auswirkungen eines so großen sportlichen Events möglichst klein zu halten, hat die Verwaltung der Stadt Cogne einen Nachhaltigkeitsplan für die Veranstaltung entworfen. Diese 'Road Map' beinhaltet die Reduktion von CO2Emissionen der zusätzlichen Stromgeneratoren für das Medienzentrum und für den technischen Bereich des Rennens. Durch Sensibilisierung der Betreiber der Generatoren, diese nur einzusetzen, wenn wirklich notwendig und die Verwendung von Stromgeneratoren der neusten Generation, welche den Verbrauch von Biodiesel auf ein Minimum reduzieren, soll der COAusstoß möglichst gering gehalten werden.

Auch wird sanfte Mobilität in der 'Road Map' für den Langlauf Weltcup besonders gefördert: Kostenlose Shuttle Busse bringen die Gäste und Zuschauer zu den verschiedenen Veranstaltungsorten des Rennens, sodass das eigene Auto getrost zuhause bleiben kann und die Mobilität trotzdem garantiert wird. Auch die Mitglieder des Organisationskomitees halten sich strikt an die Regeln der sanften Mobilität – um vor Ort von A nach B zu kommen wird ausschließlich vom Elektroauto Gebrauch gemacht. Des Weiteren erhalten alle Zuschauer, die mit dem Elektroauto anreisen, freien Zutritt zur Weltmeisterschaft und Zugang zur VIP-Bühne. Für das Sportereignis wurde die Ladeinfrastruktur in Cogne ausgebaut, um die Ankufnt mit Elektroautos zu erleichtern, insgesamt gibt es nun 10 Ladestationen für Elektroautos im gesamten Stadtgebiet.

Ein weiteres Ziel des nachhaltigen Plans der Veranstaltung ist es, Gäste und Bewohner für das Thema Müllsammlung zu sensibilisieren, insbesondere für Zigarettenreste, die bei großen Veranstaltungen wie dieser oft auf den Boden geworfen und überall liegen gelassen werden. Cogne hat sich daher entschieden, Abfallbehälter auf den Renngeländen zu installieren. Rund um das Rennen werden Pläne aufgestellt, um auf die Mülltrennung aufmerksam zu machen und Raucher dazu aufzufordern, verantwortungsvoll mit ihrem Konsum und den Zigarettenkippen umzugehen.

Normalerweise werden bei solchen Großveranstaltungen temporäre Einrichtungen und Bauten verwendet, die nach der Veranstaltung oft selbst zu Müll oder einfach nicht mehr benötigt werden. Um eine unnötige Verschwendung von Ressourcen zu umgehen, werden für den Weltcup Investitionen getätigt, die auch nach der Veranstaltung der Gemeinde von Cogne zugutekommen oder es werden notwendige Gegenstände für den Zeitraum des Events angemietet, erklärt Giuseppe Cutano, der Manager für Nachhaltigkeit der Gemeinde Cogne. Ein weiteres riesiges Umweltproblem unserer Zeit ist die Nutzung von Plastikflaschen. Plastik hat in unseren Ozeanen nichts zu suchen und doch wird prognostiziert, dass es im Jahr 2050 mehr Plastik in den Ozeanen geben wird als Fische. Um die Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren und Plastikabfällen vorzubeugen, wird in Cogne die kostenlose Wasserversorgung gefördert. Während somit die Produktion von Kunststoffabfällen reduziert wird, können die Gäste frisches Bergwasser aus den Alpen, sozusagen 'von hier' aus der Bergquelle vor Ort, genießen, und das in Gläsern, welche mehrmals benutzt werden und die Gäste mit nach Hause nehmen können. Somit werden die Zuschauer des Weltcups immer an die nachhaltige Veranstaltung in Cogne erinnern.

Die Maßnahmen, die Cogne für die Umwelt während der Weltmeisterschaft ergreift, sind beeindruckend. Mit dem Ziel, den Ausstoß von Treibhausgasen so weit wie möglich zu reduzieren, ist es kein Zufall, dass die Alpine Perle Cogne schon zum dritten Mal als eine der Top 100 Green Destinations nominiert wurde. Cogne bemüht sich auch weiterhin Nachhaltigkeit zum Nutzen der Gäste, der Einheimischen und der ganzen Welt zu fördern.