Sanft- mobil durch die Alpen

Jeder kennt sie, manche fürchten sie und doch hängt unser Leben von ihr ab. Diese Arbeiterin fliegt Kilometerweit um sich selbst und auch Natur und Mensch zu versorgen. Ohne sie ist die biologische Vielfalt und unsere Vielfalt an Nahrungsmitteln gefährdet – richtig, es handelt sich um die Biene.

Als Kind ist man vielleicht schon einmal in eine Biene hineingetreten oder wurde auf eine andere Art und Weise gestochen und steht diesen kleinen Tierchen eher skeptisch gegenüber. Doch eines ist klar: Die Honig- und auch Waldbiene ist unabdingbar für unsere natürliche Artenvielfalt! Sie ist sanft- mobil unterwegs, verursacht keinen CO2- Ausstoß, produziert keinen Plastikmüll, sondern bringt reinen Nutzen. Sie fliegt enorme Strecken um Pollen für den Erhalt ihrer Königinnenfamilie zu sammeln und bestäubt dabei so viele Pflanzen, die ohne die Biene nicht existieren könnten.

Artenvielfalt schützen – seit einiger Zeit sind die Bienen in aller Munde, Grund genug sich mit ihnen und unserer Umwelt genauer zu beschäftigen. Honig- und Wildbienen sind für die Bestäubung von ca. 90% aller Pflanzen und somit auch für das Wachstum und deren Erhalt verantwortlich. Ohne die Bienen besteht für viele Pflanzen keine Lebensgrundlage mehr. Der Einsatz von Pestiziden, frühes und häufiges Mähen von Feldern, sowie die Umwandlung von Wiesen in Äcker und in Betonlandschaften gefährdet die Vielfalt der Bienen um so mehr. Durch diese Gefährdung der Honig- und Wildbienen wird eine Kettenreaktion in Gang gesetzt: Bienen sterben, weil ihnen die Blumen weggenommen werden, dadurch sterben die Pflanzen aus, weil sie nicht mehr bestäubt werden, die Biodiversität verändert sich, viele Pflanzen, Bäume, etc. können nicht mehr wachsen, wir werden Gemüse nicht mehr anbauen können wie bisher und somit finden wir auf unseren Tellern das Resultat – KEINE Vielfalt.

Doch gibt es einige Ansätze beispielsweise aus unseren Perlen der Alpen, die bemüht sind die Artenvielfalt in unseren Alpen zu erhalten. So zum Beispiel Florian Girtler vom Wanderhotel Jaufentalerhof aus unserer Perle Ratschings. Seit einigen Jahren ist er leidenschaftlicher Hobbyimker, was seine Gäste zu schmecken bekommen. Sechs Bienenstöcke hat er in der Nähe des Betriebs und auch er ist der Meinung, dass Bienen wichtig für die Umwelt und die Artenvielfalt sind. Auch im Berchtesgadener Land, dort wo unsere Perlen Bad Reichenhall und Berchtesgaden zuhause sind, lebt Thomas und verfolgt seine Leidenschaft des Imkerns.

Wie wichtig die Bienen für die Biodiversität und die Ernährungssicherheit unseres Planeten ist zeigt auch der Weltbienentag, der von der Generalversammlung der Vereinten Nationen im Jahr 2017 ausgerufen wurde. Der World Bee Day findet seitdem jedes Jahr am 20. Mai statt und soll die Menschen für die Themen Bienensterben und Bienen als Bestäuber sensibilisieren. Slowenien hat den Antrag für den Weltbienentag gestellt, dort existiert der höchste Wert an aktiven Imkern weltweit, jeder 200. Slowene ist Imker. Seit 2011 wird unter anderem in Slowenien die Nutzung von Neonikotinoiden als Pflanzenschutzmittel verboten, anders als in anderen EU- Ländern. Des Weiteren wurde der 20. Mai nicht ohne Grund gewählt, denn dies ist der Geburtstag des slowenischen Imkerpioniers Anton Janša, einer der ersten Lehrer der modernen Bienenhaltung. Nun will Slowenien auch eine internationale Imkerschule aufbauen, in der Imker aus aller Welt das nötige Grundwissen über Bienen, für den Umgang mit ihnen und deren Erhalt erlernen können. Es bleibt spannend, wie sich die Artenvielfalt in den kommenden Jahren weiterentwickeln wird, unterstützen Sie unsere Perlen der Alpen im Erhalt der Biodiversität, indem Sie die Mobilitätsgarantie der Urlaubsorte nutzen.