Sanfte Mobilität gemeinsam entwickeln

Grüner Tourismus in den Alpen ist ein wachsender Trend, jedoch werden die Gäste immer kritischer und anspruchsvoller, wenn es um Nachhaltigkeit und sanfte Mobilität geht. Nur authentische touristische Angebote an den Orten, in denen auch die Einwohner diese Lebensphilosophie bewusst leben, werden als erfolgreich angesehen.

Das Projekt
Mobility.Camp.Alps zielt darauf ab, wirksame und innovative Methoden zu entwickeln (BarCamps, etc.), um ortsansässige Arbeiter und die Bevölkerung von Anfang an aktiv an der Entwicklung umweltfreundlicher Reiseangebote zu beteiligen.Das Projekt Mobility.Camp.Alps ist ein Projekt von Alpine Pearls, das vom Umweltbundesamt und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert wird. Das im März diesen Jahres gestartete Projekt zielt darauf ab, innovative Methoden (basierend auf dem BarCamps-Modell) im Rahmen von acht Workshops in den Perlen der Alpen zu testen, um attraktive CO2-arme Tourismusangebote mit der in den Tourismusgebieten lebenden Bevölkerung zu entwickeln.

Workshops 1 und 2 in Cogne (30. - 31. März)
Neben den Einwohnern und Tourismusbetreibern, nahm auch eine große Delegation aus anderen Perlen der Alpen an den Arbeiten in diesen Bereichen teil, die sich bereits besonders aktiv mit dem Thema Mobilität beschäftigten. Ein Bottom-up-Ansatz, der versucht, die Bedürfnisse von Touristen mit denen der Einwohner in Einklang zu bringen, hat sich als ausschlaggebend für die Entwicklung eines attraktiven nachhaltigen Tourismusangebots und für einen nachhaltigen Erfolg erwiesen.

Workshops 3 und 4 in Arosa (25.-26. Oktober)
Im Mittelpunkt der Arbeiten in der Schweizer Perle stand die Kreation von touristischen Produkten rund um das Projekt "Bärenland", wo sich nachhaltiger Tierschutz und innovativer Tourismus vereinen". Es entstanden zahlreiche Projektideen, die vor allem die Entwicklung der sanften Mobilität in Arosa fordern. Genannt seien beispielsweise die Auflage von Urlaubspackages "Mit dem Zug ins Bärenland", die Idee für einen "elektrischen Touristenzug" sowie die Idee einer "Zone autofreies Arosa".

Wir sehen uns in 2018 wieder
Mobility.Camp.Alps befindet auf halber Strecke. Im Jahr 2018 werden weitere Methoden der Einbeziehung lokaler Akteure in anderen Perlen der Alpen ausprobiert und auf der Grundlage der gesammelten Erfahrungen ein Leitfaden erstellt, das in vier Sprachen übersetzt wird und Gemeinden in den Alpen bei der Entwicklung von Projekten im Sinne des nachhaltigen Tourismus und der sanfter Mobilität, welche von unten entstehen, von Nutzen sein wird.