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Klimaschutz-Modellregion mit Slow Food

Slow Food am Weissensee (c) Dietmar Denger

Slow Food am Weissensee (c) Dietmar Denger

Für die Kärntner Region „Nassfeld–Pressegger See / Lesachtal / Weissensee“ steht fest: Die Zukunft des Tourismus Österreich ist nachhaltig – und in ihrem Fall sehr kulinarisch. Denn in der Region im Süden Kärntens, in welcher sich unsere Perle Weissensee befindet, wurden 10 Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit im Tourismus erarbeitet. Die Maßnahmen betreffen unter anderem in die  Bereiche Mobilität, Tourismuskonsum und Ressourcenverbrauch, Energiegemeinschaften und Umweltzertifizierungen. Der Schwerpunkt des Konzeptes liegt jedoch ganz klar auf Treibhausgas-Einsparungen im Bereich nachhaltige Lebensmittelstrategie, ganz im Sinne von Slow Food Travel. Dabei wird ganzheitlich gedacht – von der Erzeugung über eine gemeinsame Vertriebs- und Abnahmestrategie bis zur Abfallverwertung.

Die Ausgangslage und die Besonderheiten zum Thema regionaler Lebensmittelproduktion, die Vielfalt an Produzenten und das hohe Bewusstsein machen die Region zu einem einzigartigen Ort um Kulinarik zu erleben. Dieses Potential soll hinsichtlich Erhöhung des Selbstversorgungsgrades, der Ressourcenschonung und der Zero Waste Kultur erweitert werden und so die regionale Wertschöpfung und Kreislaufwirtschaft gesträkt werden. Der Gast erlebt eine einzigartige Welt der Kulinarik hautnah, kann diese genießen, erfahren und spüren und dieses Bewusstsein mit nach Hause nehmen. Mit der Slow Food Travel Initiative werden regionale und saisonale Lebensmittel in den Mittelpunkt gestellt und die Steigerung der biologischen Vielfalt von heimischen Produkten gefördert.

Der Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft, des traditionellen Lebensmittelhandwerks und der regionalen Arten- und Sortenvielfalt sind ebenso wichtig wie eine faire Entlohnung für zukunftsfähig arbeitende Erzeuger und die Wertschätzung von Lebensmitteln. Dieses Prinzip sichert ein resilientes, regional verankertes Lebensmittelsystem, um die Bevölkerung und die Gäste mit gesunden Lebensmitteln zu versorgen.

Die Maßnahmen mit dem Schwerpunkt Ernährung und regionale Kreislaufwirtschaft wurden im Rahmen der Ausschreibung „Modellregionen“ des Klima- und Energiefonds eingereicht. Die Region konnte eine internationale Jury davon überzeugen und begeistern. Für die Umsetzung stehen nun knapp eine Million Euro aus vom Klimafonds zur Verfügung, dotiert aus Mitteln des Klimaschutzministeriums. 

 

Mit Unterstützung von Bund, Land und Europäischer Union